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  • The city that never sleeps

    The city that never sleeps

    Auch wir nahmen dieses Motto durchaus ernst. Kaum im Bett stand schon wieder der nächste Programmpunkt auf der Liste. Für den Leser wahrscheinlich kaum glaubhaft, doch es ging erneut zum Shopping, diesmal im Las Vegas Outlet South. Teilweise wurden die ersten Dinge, die am Donnerstag erst gekauft wurden, schon wieder umgetauscht oder einfach nach weiteren Schnäppchen gesucht. Ich selbst hielt mich zurück und kümmerte mich stattdessen um den Blog. Irgendwann waren dann aber wirklich alle Sachen gekauft und eines der letzten Highlights unseres Trips wartete auf uns. Auf dem Stratosphere Tower haben die verrückten Amerikaner es tatsächlich geschafft, drei extreme Fahrattraktionen zu installieren.

    XscreamInsanity, XScream und Big Shot heißen die Installationen die für den Kick verantwortlich waren. Insanity, ein Karussell welches zur Seite raus geschwenkt wird und anschließend ca. 300m frei über dem Boden hängt. XScream schoß uns im – 45 Grad Winkel direkt auf Las Vegas wurde aber zum Glück abgebremst. Big Shot katapultierte uns mit einer unglaublichen Geschwindigkeit bis an den höchsten Punkt der Turmspitze und fiel so gleich wieder herunter. Bei uns allen lösten diese Fahrgeschäfte ein ständiges Jauchtzen und Schreien aus. Der Adrenalinspiegel wurde ordentlich angehoben und das Lächeln im Gesicht hielt an.
    Gift StoreIm Anschluss stoppten wir noch im World Largest Gift Store, welchen ich persönlich in den weltgrößten Ramschladen umtaufen würde. Der Besuch im Hooters danach konnte bei uns auch keine große Punktzahl auf der Empfehlungsskala erreichen, doch stand dieser Besuch auf unserer Wunschliste. Nach kurzem Aufenthalt im Hotelzimmer inklusive Vernichtung der vorhandenen Alkoholvorräte ging es für uns nochmal auf den Strip. Viele Menschen liefen dank Halloween heute verkleidet auf der Straße herum. Es waren wirklich schicke und aufwendige Kostüme dabei. Im Excalibur setzten wir uns noch einmal an den Roulettetisch und Fortuna war uns holt. Unseren Einsatz konnten wir heute verneunfachen. Wir freuten uns wie Schneekönige, leider war der Einsatz nur $3. 😀

    New York

    Auf dem Weg nach Hause wurden die Straßen langsam leer und für uns endete die Nacht in der Morgendämmerung und damit unser eigentlicher Urlaub.
    Nach reichlich zwei Stunden Nachtruhe klingelte der Wecker und es war Zeit unseren Boliden zurück zur Mietstation zu bringen. 1410 Meilen bzw. 2300 Kilometer haben wir in den letzten 8 Tagen ohne Zwischenfälle abgespult.
    Für mich war es wieder ein gelungener Roadtrip mit vielen Abenteuern, interessanten und atemberaubenden Landschaften, ungesunden Essen, jeder Menge Spaß, tollen Leuten und prima Wetter.
    Ein Dank an Christian der sich hervorragend als Reiseleiter eignet und die komplette Organisation übernommen hatte,  sowie den Frauen zu Hause die uns diesen Trip ermöglicht haben.

    Auf eine Wiederholung hoffend und bis zum nächsten Urlaub grüßt Euch Michi

    Roadtrip 2015

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  • Abgetaucht ins Death Valley

    Abgetaucht ins Death Valley

    Bad Water Basin Nach einem erlebnisreichen Tag (Outlet shopping) und einer Nacht (Themenhotels mit ihren Casinos) in der Stadt des Glücksspiel wurde es doch wieder Zeit für einen Tagesausflug in den Death Valley National Park. Der nordwestlich gelegene Nationalpark von Las Vegas  hat einige Extreme aufzuweisen. Zu einem wurde hier 1913 ein Hitzerekord mit 57° Grad gemessen, zum anderen befindet sich hier mit dem Badwater Basin der niedrigste Punkt von Nordamerika.  Dieser liegt 86m unter dem Meeresspiegel. Leider machte der Name, „Bad Water“ seinem Namen alle Ehre. Die Straße dahin und zum „Devils Golf Course“ war wegen Unterspülung geschlossen. Dennoch konnten wir vom benachbarten Hügel, dem sogenannten „Dantes View“ einen Blick auf den tiefsten Punkt, welcher nicht im Wasser liegt, bekommen.

    Mesquite Flat Sand Dunes Auf dem Mesquite Flat Sand Dunes konnten wir heißen und ganz feinen Sand unter unseren Füßen spüren. Ich selbst nutze die Dünen als kleinen Spielplatz, denn wo sonst hat man so einen großen Sandkasten.

    Mesquite Flat Sand Dunes Mesquite Flat Sand Dunes Mesquite Flat Sand Dunes Mesquite Flat Sand Dunes
    Vom Zabriski Point wiederum konnten wir außergewöhnliche Felsformationen bestaunen und traten anschließend unsere Heimreise zurück nach Vegas an.

    In der Vorbereitung auf unsere Reise tauchte bei Falco der Wunsch auf, dass sogenannte „Heart Attack“ zu besuchen. Ein Restaurant in dem es nur Burger gibt, diese dafür so richtig fettig und richtig viel. Wer mehr als 350 Pfund wiegt isst umsonst, wer die Portionen nicht schafft dem wird der Arsch versohlt. Das Ganze soll ein wenig an ein Krankenhaus erinnern, Wein gibt es aus dem Katheter und den Schnaps aus Spritzen. Die selbsternannten Krankenschwestern tragen knappe Outfits. In der Mitte des Raumes befindet sich eine Waage und der öffentliche Pranger.
    Ich selbst entscheide mich für den Tripleburger und bin am Ende froh nicht ausgepeitscht zu werden, die Schläge von den zierlichen Schwestern sind durchaus hart. Geschmeckt hat es leider nicht, so dass die angeblich 7000 Kalorien kein Vergnügen darstellten. So wie mir ging es den anderen auch und wir stellten fest, nicht noch einmal diese Krankenstation besuchen zu wollen. Das Highlight bleibt das gemeinsame Gruppenfoto mit unserer Krankenschwester.

    Heart Attack
    Heart Attack

    Kugelrund bogen wir ein, in die sogenannte Fremont Street. Als die großen Casinos auf dem Strip noch nicht existierten, war diese Straße das Zentrum des Glücksspiels. Als Anfang 2000 fast niemand mehr hier sein Geld verjubleln wollte baute man die Straße um. Sie wurde überdachte und es entstand eine rießen  Fußgängerzone daraus. Unter dem Dach kann man sich an einer Zipline für $40 durch die ganze Halle katapultieren lassen. Auch sonst ist die Passage wieder gut belebt.  Durch Halloween vielleicht noch ein wenig bunter und schriller als sonst. Wir lassen uns einmal komplett hin und zurück treiben und fühlen uns in Downtown teilweise wohler als auf der neuen Hauptader für Gambler.
    Zur fortgeschrittenen Stunde erreichen wir das Mirage und wundern uns über die Ansammlung von Menschen. Alle mächtig rausgeputzt wird schnell klar warum. Nicki Minaj, eine US amerikanische Rapperin ist zu Besuch und alle wollen Sie sehen. (link zum Video)
    Unser Interesse ist eher gering, zumal meine Hosentaschen noch voll mit Sand aus den Dünen sind. Eine Stunde später sieht die Sache anders aus, frisch geduscht und ausgehfein stehen wir in der ersten Reihe als Nicki in einem Blitzlichtgewittter vor uns auftaucht. Auch der Einlass wird uns in den Club 1OAK gewährt, doch an der Kasse nehmen wir dann doch wieder reiß aus. Für $81.75 hätten wir dabei sein können gut $70 mehr als unser Limit war.
    Wir kehren ins Casino zurück und widmen uns dem Roulette. Das Ergebnis war ja eigentlich vorher bekannt, wir gewinnen an Erfahrung und das Casino unser Geld. Trotzdem rundet dieser Besuch im Casino unseren Tag ab und fallen todmüde gegen früh um 4 ins Bett.

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  • Unbeschreiblich…

    Unbeschreiblich…

    Grand Canyon …  würde ich den Sonnenaufgang im Grand Canyon und Las Vegas beschreiben, doch schön der Reihe nach, liegen dazwischen doch gut 4h Autofahrt.
    4:50Uhr klingelte der Wecker, Falco mein Zimmernachbar, wie immer gut gelaunt verschwand in der Dusche und ich fing an meinen Kram zusammen zu suchen. Pünktlich 15 Minuten später stand das komplette Team im Gang und wir fuhren erneut ins Village am sogenannten South Rim. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk kam der Shuttlebus mit einer wiederum engagierten Busfahrerin, welche uns zum Hopi Point brachte.
    Das rote Morgenlicht ließ hoffen, dass wir vielleicht doch Glück mit dem Wetter haben könnten. Geduldig warteten wir auf den heran brechenden Tag. Leider waren die Wolken der Sieger und das perfekte Foto der Morgendämmerung im Grand Canyon blieb den Fotografen unter uns verwehrt, doch spektakuläre Fotos sind beim Fotoshooting trotzdem entstanden. Auch die Faszination den Tag erwachen zu sehen und immer tiefer in den Canyon hinein zu schauen wird wohl hoffentlich nicht wieder so schnell in Vergessenheit geraten.
    Grand CanyonMittlerweile hungrig nahmen wir die Red Line eastbound Bus zurück zur Bright Angel Lodge um uns beim zünftigen Frühstück zu stärken. Danach steuerten wir noch die Aussichtspunkte Yavapai und Mather sowie das Visitor Center an. Im letzteren konnten wir durch spektakuläre Filmaufnahmen unseren Eindruck von diesem geologischen Spektakel noch einmal intensivieren bevor wir nach Las Vegas aufbrachen.
    Hover Dam Auf dem Weg nach Vegas kommt man unweigerlich am Hoover Dam vorbei. Ein mächtiger Staudamm um Las Vegas mit Strom und Wasser zu versorgen. Nachdenklich bewundern wir diese Ingenieurskunst da man die ursprüngliche Wasserlinie gut erkennen kann. Innerhalb von 15 Jahren haben all der Luxus, Prunk und viel zu viel Licht soviel Wasser verbraucht, dass es wohl unmöglich sein wird das Staubecken je wieder zu füllen. Ich will aber hier den erhobenen Zeigefinger nicht zu hoch heben, schließlich sind wir ja selbst auf dem Weg um uns das eigentlich Überflüssige anzuschauen und zu erleben.

    Mirage
    Mirage

    Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir das „Fabulous Las Vegas“, allerdings bei sehr untypischen Wetter. Es regnet ganz leicht und es ist für die Jahreszeit eigentlich zu kalt. Doch tut das unserem Staunen kein Abbruch. Die Köpfe drehen sich von links nach rechts, von oben nach unten und endet manchmal im Kopf schütteln. Christian lotste uns wieder souverän bis zu unseren Hotel, besser gesagt zum Parkhaus vom Hotel. Durch wochenlange Recherche verschiedenster Preisportale war es uns möglich irgendwann einen guten Deal fürs Mirage zu finden, eines der Hotels welches sehr zentral auf dem sogenannten „Strip“ liegt. Wir erklimmen unsere Zimmer im achten Stockwerk und machen uns wenig später auf dem Weg um uns von der Stimmung einfangen und treiben zu lassen. Ein wenig penetrant sind die mexikanischen Kärtchenzustecker, die uns in irgendwelche Etablissements schleppen wollen.

    One Dollar
    One Dollar

    Wir lehnen dankend ab und stecken dafür jeder einen Dollar in die für uns undurchsichtig funktionierenden Automaten. Christian, der Glückspilz kann seinen Einsatz verdoppeln, alle anderen gehen leer aus. Spät in der Nacht bzw. früh am Morgen ist die erste Erkundungstour vorbei. Der Lärm der Stadt die niemals schläft verstummt irgendwann doch und lässt den Erholungsschlaf zu.

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  • Grand Canyon – wir kommen

    Grand Canyon – wir kommen

    Hackberry General StoreWie der gestrige Tag endete begann er. Bestens gelaunt bei super leckerem Frühstück im Best Western wurde der neue Tag geplant.  Auf der Route 66, die Mutter der Straßen, werden wir die erste Hälfte des Tages verbringen und bei Williams diese verlassen um zum Grand Canyon zu gelangen.
    Bevor es soweit war, erlebten wir den Spirit der Route 66 noch einmal hautnah. Ob es das Diner D’z in Kingman war, der General Store in Hackberry oder die sich gegen Aussterben währende Stadt Seligman. Alle diese Orte haben Geschichte und lassen den „way of life“ erahnen. Zwischen diesen Orten konnten wie vereinzelte zum teil verlassene Häuser sehen. Diese wurden aber nicht nach deutscher Gründlichkeit verlassen, sondern so wie sie waren. Demzufolge liegt viel Müll und Schrott um diese Orte herum. Auch die wenigen Trailerparks auf der Strecke zeigten sich nicht von Ihrer schönsten Seite.
    SeligmanDie Zeit verflog heute trotzdem besonders schnell. Die Pause in Seligman wurde noch einmal zum Souvenir einkaufen genutzt und im Restaurant Road Runner das Mittag eingenommen. Auf der restlichen Fahrt stieg die Anspannung und Erwartungen auf den Grand Canyon. Ich selbst war im Jahr 2000 schon einmal da, doch die Erinnerungen waren verblasst und höchste Zeit wieder aufzufrischen. Falco, heute unser Fahrer, brachte den Suburban souverän ins Quartier nach Tusayan. Der letzte Ort vor dem Grand Canyon und damit idealer Ausgangspunkt für Besucher wie wir mit wenig Zeit. Nach dem etwas chaotischen und untypisch unfreundlichen Checkin starteten wir wieder rechtzeitig um uns den Sonnenuntergang anzuschauen.

    Grand Canyon
    Grand Canyon

    Ein Parkplatz im Grand Canyon Village war schnell gefunden und den letzten Expressbus zum Hopi Point schafften wir ebenfalls just in time. An dieser Stelle ein Lob an Christian, der doch mehr als 90% unserer Reise geplant und organisiert hat und bisher immer richtig lag. Die Fotoapparate liefen erneut heiß, obwohl der Wind kräftig wehte und die Temperaturen deutlich kühler waren als noch am Tage. Den perfekten Sonnenuntergang gab es nicht, doch die Dimension des Grand Canyons lies sich erahnen. Beschreiben lässt sich dieser Eindruck nur schwer, da er so unfassbar ist. 446km lang, 29km weit und 1,6km  tief sind diese unglaublichen Ausmaße des Weltwunders.
    Eine gut gelaunte Busfahrerin bei riesigem Vollmond brachte uns wieder zurück zum Auto. Auf der Rückfahrt wurde trotz unklarer Wettervorhersage beschlossen, zeitig aufzustehen um es mit dem Sonnenaufgang zu probieren und den Grand Canyon bei Tageslicht noch einmal zu besuchen.

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  • Get your kicks on Route 66

    Get your kicks on Route 66

    Route 66
    Route 66

    Wenn man von Roadtrip in der USA spricht, denkt man zwangsläufig an die bekannte Route 66. Die erste Straße die den Osten mit dem Westen der USA verbunden hat und in vielen Filmen glorifiziert wurde. Von Chicago bis zum Santa Monica Pier ging die rund 2600 Meilen lange mittlerweile legendäre Landstraße. Auch wir wollten uns in den Bann von Freiheit und Abenteuer stürzen und starteten mit unseren Trip auf der Route 66 kurz hinter unserem Übernachtungsort Hesperia.
    Route 66 Auf der Historic Route 66 braucht man keinen Verkehr zu fürchten, der fährt auf der benachbarten Interstate. So kann man in aller Ruhe die sich ständig veränderte Landschaft genießen und als Beifahrer wunderbar beobachten. Anhalten wo es gerade notwendig ist und wieder kilometerlang nach vorne schauen. Klingt vielleicht eintönig, doch langweilig wurde es nie. Immer wieder gab es Neues zu entdecken. Schienen verliefen größtenteils parallel zur Straße und so war es keine Seltenheit das uns Züge entgegen kamen, die von 4 Lokomotiven gezogen wurden und doppelstöckig beladen waren.
    ZügePünktlich um die Mittagszeit stand in der Prärie ein kleines Dairy Queen, welches wir ansteuerten um für die nächsten Kilometer gestärkt zu sein. Unterbrochen wurde unser Ausflug durch eine Sperrung der Route 66, so dass wir erst einige Meilen Umweg auf der Interstate fahren mussten, bevor wir uns wieder dem gewohnt entspannten dahin cruisen ohne Verkehr widmen konnten.
    Route 66Auf dem Weg zu unserem Abendquartier, welches bereits in Arizona liegt, kamen wir noch durch Oatman durch. Ein kleines vergessenes Örtchen aus der Goldgräberzeit. Heute lebt es zusammen mit den freilaufenden Eseln oder Maultieren? von den paar Touristen die sich wie wir einem Roadtrip verschrieben haben. Kurz vorm Ziel verabschiedete sich der Tag mit einem stimmungsvollen Sonnenuntergang. In Kingman, ebenfalls ein klassischer Transitort, wartete das Best Western Hotel und das benachbarte mexikanische Restaurant auf uns. Mit viel Spaß und jede Menge Lachen ging der Tag zu Ende wie er begonnen hatte, zufrieden.

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  • Rund um Los Angeles

    Rund um Los Angeles


    Nach einer ersten guten Nacht in den Woodland Hills und einem kleinen Frühstück waren wir nun also bereit für unseren roadtrip. Nach einer Fahrt durch die Berge erreichten wir den Highway No. 1 und damit auch den pazifischen Ozean. Feiner Sand und ordentliche Wellen liesen erahnen, warum es in Kalifornien so viele Surfer gibt. Ein paar Autokilometer später erreichten wir Malibu Beach und wandelten somit auf den Spuren von Baywatch und natürlich damit auch von Pamela Anderson.

    On the beach
    On the beach

    Weiter ging unsere Fahrt zum Santa Monica Pier,  ein beliebtes Ausflugsziel für die Amis selbst. Hier gönnten wir uns einen Stellplatz auf dem Riesenparkplatz und verbrachten unsere Mittagszeit bei sehr angenehmen Wetter auf dem Pier. Gestärkt ging es weiter am Pazifik entlang zu einem weiteren sehr bekannten Strandabschnitt, dem Venice Beach. Am meisten kennt man wohl den dazugehörigen Muscle Beach wo sich die fitnessbegeisterten Kalifornier Ihre Körper in aller Öffentlichkeit stählern. Am gestrigen Sonntag war aber leider nicht so viel los so dass unser Augenmerk eher auf den Skateboardern lag, die sich in der halfpipe vergnügten und uns als Zuschauer unterhielten.

    Die Sonne stand jetzt hoch am Himmel und wir fuhren zurück in Richtung LA um uns in den  Beverly Hills die Anwesen der Reichen und Schönen anzuschauen. Recht gut von der Außenwelt abgeschirmt liesen nur wenige Einblicke den wahren Luxus erkennen, der hinter den hohen Wänden aus Bäumen, Zäunen und Sträuchern wirklich herrschen soll.

    Blick vom Griffith Observatory
    Blick vom Griffith Observatory

    Ein weiterer touristischer Hotspot darf bei einer Reise nach LA natürlich nicht fehlen, das Hollywood Schild. Christian navigierte uns zielsicher durch die engen Anwohnerstraßen bis zu dem Punkt, wo schon Millionen Menschen vor uns Ihre Fotos mit dem Schild festhielten. Einen vermeintlichen Geheimtipp folgenden ging die Reise weiter zum Griffith Oberservatory. Von dort oben hat man einen Ausblick auf Downtown LA und noch viele Kilometer rechts und links davon, dass Ende der Stadtgrenze war nicht sichtbar. Doch bis es soweit war galt es die mit Autos und Menschen belagerte Straße zu erklimmen um oben festzustellen, dass für auch kein Parkplatz frei ist. Also wieder runter fahren um viel weiter unten das Auto zu parken um anschließend per Fuß das Observatorium zu erreichen. Der Ausblick hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    Nun schon Abend und dunkel brachen wir auf zu unserer letzten Etappe des Tages, eine ca. 100 km lange Autofahrt nach Hesperia, ein eher unbedeutender Ort Nordöstlich von LA. Beim gemeinsamen Bier auf Zimmer 231 liesen wir den Abend ausklingen.

    Als besonderes Schmankerl, Falco aka Falcone hat den Tag gestern musikalisch zusammen gefasst:

    https://m.soundcloud.com/falcone44/jetset

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  • on the road again

    on the road again

    Kaum zwei Jahre ist es her, als ich meinen letzten Roadtrip in Chicago beendet hatte, nun also wieder USA. Diesmal ist es der Westen, den wir in den kommenden 8 Tagen unter die Räder nehmen wollen. Kurz aufgeklärt, warum nur so kurz und wer sich hinter dem WIR verbirgt.
    Nicht ganz eine Stammtischwette, doch in einer ähnlich illustren Runde mit Kollegen vor zwei Jahren kam die Idee auf mal alle gemeinsam einen Trip in die USA zu wagen, mit dem Hauptziel Las Vegas. Die generelle Bereitschaft wurde abgeklärt, die Ehefrauen und Partnerinnen wurden in den Plan eingeweiht und seit knapp einem Jahr stand fest, dass wir es wirklich machen. Christian, ebenfalls USA erfahren, übernahm die Planung und nun sind wir also  da.
    Falco, Lars, Thomas, Marco, Christian und ich bilden die Mannschaft. Unsere lange Anreise fing mit der Autofahrt nach Berlin an, ging mit einem Flug und Zwischenstopp in London Heathrow weiter und endete nach 11 Stunden Flug in Los Angeles (LAX). Die Immigration verlief für Christian und mich kürzer als für den Rest der Truppe, da unsere Daten durch die Besuche in den letzten Jahren bereits erfasst waren und wir uns an Automaten selbst die Finger scannen durften.
    IMG-20151025-WA0001Unsere größte Sorge von Anfang an war das Auto. Passen wir und unser Gepäck bequem in ein Auto? Wir versuchten unsere Sorge mit der Buchung eines SUV Premium abzusichern, doch der begleitende Satz „oder ähnlich“ ließ uns bis zum Schluss zittern. Völlig unberechtigt die Sorge, bekamen wir was wir wollten. Einen Chevrolet Suburban ist nun unser Geschoss für die kommenden knapp 2000 Kilometer und dies brachte uns am Abend noch auf den Hollywood Boulevard.
    Wahrscheinlich völlig übermüdet ging es vorbei am „walk of fame“ und jeder Menge Menschen. Künstler in Kostüme und Masken versuchten den einen oder anderen Hollywoodstar zu imitieren und das ganze Treiben noch bunter zu machen. Am Premierenkino, the Chinese Theatre, suchten wir noch nach Fußabdrücken von Stars und setzen anschließend unsere Reise in Richtung Hotel fort.IMG-20151025-WA0000 Nachdem check in fanden wir mit dem Dickey’s Barbecue noch ein Imbiss um unseren Hunger zu stillen und um den ersten langen Tag ausklingen zu lassen.

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  • Reiseroute Roadtrip

    Reiseroute Roadtrip

    Hier die geplante grobe Reiseroute für unseren Roadtrip im Westen der USA.
    markerDie roten Marker zeigen unsere Hotels.

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  • Katja erfüllt sich einen langgehegten Traum

    Katja erfüllt sich einen langgehegten Traum

    IMG_20141121_132209Unser nächstes Ziel ist Angkor Wat in Kambodscha. Das war vor allem für mich ein wichtiger Punkt auf der Wunschliste.
    Zunächst einmal müssen wir also Thailand verlassen und in das Nachbarland einreisen. Einigermaßen vorbereitet gehen wir die Sache an. Gelesen haben wir, daß es nicht ganz einfach sein soll. Eine weitere Hürde würde dann noch der Transfer von der Grenze nach Siem Reap darstellen. Da wir unseren Flug verpasst haben, versuchen wir es nun auf dem Landweg mit dem Bus.
    Vom Mochit 2, einem riesigen Busterminal in Bangkok, starten wir mit Verspätung gegen 9:00 Uhr zu unserer Fahrt mit unklarer Ankunftszeit. Weitere Verzögerungen gibt es dann noch wegen einer Panne, einer Polizeikontrolle und Snackpausen. 17:00 Uhr schließt der Grenzübergang.
    Wir erreichen diesen gegen 14:00 Uhr, also genug Zeit für die Formalitäten. Der Bus fährt schon mal rüber, während wir erstmal zur Bank laufen um die Siem Reap eigene Währung, US Dollar, zu holen. Die eigentliche Landeswährung, der kambodschanische Riel, ist im touristischen Teil des Landes kaum zu gebrauchen.
    Nach der Bank fallen wir fast einem Visa Agenten zum Opfer, aber der gut informierte Michi erkennt den Nepp noch rechtzeitig und wir entkommen. Andere aus unserem Bus haben sich ein teures 3-Monats Visum eingehandelt…
    Am Schalter der thailändischen Auswanderung geht’s zügig vorwärts, schon bald halten wir unseren Pass mit dem ersten Stempel in der Hand, das Thailand Visum ist aber weg. Es folgt nun die überflüssige Gesundheitskontrolle, bei der 30cm vor der Stirn unsere Körpertemperatur gemessen wird. Offenbar ist sie ok, wir dürfen weiter, zur kambodschanischen Einwanderung. Wir halten unseren extra frisch geholten 100 Dollar Schein und Passbilder bereit, sowie jeweils 100 thailändische Bhat. Jetzt kommt der erste Stress, unser Dollar Schein hat einen kleinen Riss. Er wird erst nach einer Diskussion und dem Bankbeleg akzeptiert, dann bekommen wir noch 40 Dollar zurück und sind fast drin. Noch einmal Schlange stehen, (der Fahrer macht Druck da wir schon anderthalb Stunden vergangen sind) dann haben wir es endgültig geschafft und steigen wieder in den Bus. Der setzt uns irgendwann ab, fährt weiter nach Phnom Pen. Aber unseren Shuttle nach Siem Reap hatten die geschäftstüchtigen Jungs im Bus in Absprache mit uns und 6 weiteren Touristen bereits bestens organisiert, noch 25 Dollar wurden für uns zusammen fällig und alles weitere ging glatt. Unser Hostel ist in Ordnung, der Magen knurrt und wir suchen was zu essen. Die Preise sind ganz anders als in Thailand. Wir werden uns wohl auf das nötigste beschränken, unter einem Dollar gibt’s hier nicht mal Wasser…

    2014_thailand358Am nächsten Morgen geht’s dann mit Fahrrädern zu den Ruinen von Angkor Wat. Heute die kleine Runde und morgen die Große. Mit persönlichem 3-Tages Ticket und Karte ausgerüstet geht’s los. Der erste Tempel naht und wir sind begeistert. Hohe Türme, riesige Hallen, endlose Gänge und unglaublich vielfältige Verzierungen. Reliefs, Gravuren, Statuen, Säulen, Kuppeln, Fenster… Unfassbar wenn man bedenkt, wann dies entstanden ist. Nach allem was ich gelesen habe, begannen die Bauarbeiten im 8. Jahrhundert.
    Das Staunen begleitet uns noch eine ganze Weile, wir entdecken immer wieder mal was neues, z. Bsp. Pferde und Räder in den Reliefs. Das hatte ich nicht erwartet.
    Buddhas sehen wir jede Menge, besonders auffällig sind die, mit Rundumblick. Wir stehen also unter ständiger Beobachtung.
    2014_thailand381Der letzte Tempel (Ta Prohm) des Tages gefällt mir persönlich dann am besten, weil er teilweise von riesigen Bäumen bewachsen ist welche die Restauratoren nicht entfernen konnten. Auch wenn es gut ist, dies für die Nachwelt zu erhalten und aufzubereiten, finde ich es auch gut, mit der Vergänglichkeit und Endlichkeit allen Lebens konfrontiert zu werden und zu sehen, wie die Natur sich zurück erobert was der Mensch nicht pflegt.
    Am nächsten Morgen wollen wir es noch einmal mit Sonnenaufgangsfotos versuchen und fahren ganz zeitig ohne Frühstück los. Belohnt werden wir jedoch nicht. Der Himmel verfärbt sich kaum und die Bilder sind wenig spektakulär.
    2014_thailand413Aber egal, wir haben erst mal Hunger. Michi verhandelt hart um einen abnehmbaren Frühstückspreis und wir lassen es uns schmecken. Im Laufe des Tages sehen wir uns noch einiges an, was wir gestern nicht fanden oder was nicht am Wege lag. Wieder sind wir begeistert und erstaunt. Aber ich lasse mich immer wieder gern von allem ablenken, was hier kräuscht und fleucht. Eidechsen, Schmetterlinge, wundersame Spinnen, die Haut einer Schlange und verschiedene Käfer. Michi nutz die Zeit meiner Fotosafari um einen Geocaches zu suchen und später noch einen Weiteren zu finden.
    2014_thailand399Zwischen den Tempeln gibt es für relativ wenig Kundschaft viel zu viele Verkaufsstände, so werden wir ständig massiv von Verkäufern bedrängt. Andererseits haben sie so gepfefferte Preise, das mir die Suche nach einigen bestimmten Souvenirs gründlich vergeht. Ich hätte keine Freunde an Dingen, die ich nicht einfach so für einen fairen Preis kaufen kann. Etwas frustriert verschiebe ich die Mitbringsel auf Bangkok. Und dahin geht die Reise bald schon zurück.
    Die Ausreise gestaltet sich etwas weniger aufwändig, dauert zwar genauso lange, kostet uns aber weder Dollar noch Bhat oder sonst irgendwas. Das Visum wurde bei Neueinreise automatisch neu ausgestellt und so könnten wir unseren Urlaub glatt noch 30 Tage verlängern. Aber leider neigt sich unser Urlaub dem Ende entgegen, alle Urlaubstage sind aufgebraucht, doch planen wir bereits jetzt eine Fortsetzung. Wann und wo bleibt erstmal offen, die Reisewut hat uns definitiv gepackt.

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  • Wie aus einer Nachtfahrt eine Ganztagestour wurde

    Wie aus einer Nachtfahrt eine Ganztagestour wurde

    2014_thailand320Hallo ihr da draußen, eigentlich sollte jetzt hier der erste Bericht aus Kambodscha kommen, doch ihr müsst euch ein wenig gedulden. Vielleicht nicht ganz so lange wie wir, doch dazu kommen wir gleich. Nochmal kurz zu unserem Plan: Mit dem Bus bis nach Surathani und  von dort mit dem Nachtzug zurück nach Bangkok. In der Früh angekommen, wollten wir zum Flughafen und dort um 10Uhr den Flieger nach Siam Reap nehmen. So der Plan unseres letzten Reiseabschnittes.

    2014_thailand318Auf dem Bahnhof in Surathani angekommen, konnten wir auf der handgeschriebenen Tafel erkennen, dass unser Zug mit 50min Verspätung im Gegensatz zu den anderen doch recht pünktlich kommen wird. Andere Angaben wie „very late“ hingegen hätten mir Schweißperlen bereitet. Nach dem warten auf dem Bahnhof kam er nun angebraust, Nummer 86 – Express Verbindung. Mir Gegenüber saß Kevin und Katja hatte das Vergnügen mit einer deutsprachigen Thailänderin. Mit Kevin aus Kiel kamen wir sofort ins Gespräch und später gesellten sich noch ein paar Mädels dazu die Kevin irgendwie schon vorher kennen gelernt hatte. Das bunte Geschnatter wurde immer wieder kurz unterbrochen von durchflitzenden Sicherheitspersonal, Schaffnern oder Verkäufern. Letztere hatten Snacks, Getränke oder auch frisch abgepackte Assietten im Angebot. 21:30 Uhr bat uns dann der Ordner ins Bett zu gehen und leise zu sein. Wir stiegen in unsere frisch gemachten Kojen hinauf und zogen die Vorhänge zu.

    2014_thailand304Gerade ein wenig weg gedöst hörte ich Stimmen, welche aufgeregt erzählten, dass wir erstmal für längere Zeit stehen werden. Also Ohrstöpsel wieder raus um alle Informationen zu erhaschen. Es stellte sich heraus, dass es auf der Strecke eine Überflutung gegeben hat und die Gleise erstmal repariert werden müssen. Mindestens 4 Stunden würde sich hier erstmal nix bewegen. Jetzt hellwach, kletterten wir wieder aus unseren Gemächern herunter und sortierten unsere Gedanken. Ein Gleis mitten in der Nacht zu reparieren ist selbst in Deutschland sportlich, bei 4h Verspätung bekommen wir unsern Anschluss nicht und überhaupt, warum sind hier alle so gelassen? Auf eine offizielle Aussage von einem der zahlreichen Angestellten auf dem Zug warte ich heute noch. Alle Informationen die wir hatten erhielten wir von Benz. Ein Thai mit sehr gutem Englisch und Kommunikationsfreude. Nun hieß es also warten und ausharren. Mitten in der Pampa gab es auch keine Alternativen und schon gar nicht um diese Zeit. Katja holte den Schwebedeckel heraus, welcher ganz wunderbar auf dem gut beleuchteten Platz vor unserem Abteil zum Einsatz kam. Irgendwann wurde uns das mehr oder weniger untersagt. Andere kamen mit gut gefüllten Beuteln an uns vorbei. Ein 7Eleven war also in der Nähe, indem wir uns auch noch ein bisschen mit Bier und Snacks eindeckten. Während viele der Passagiere einfach schliefen, unterhielt ich mich noch bis spät in die Nacht mit einer Ukrainerin, Benz dem Thai und Kevin über Politik, Korruption und Arbeit.

    2014_thailand302Als der Zug sich wieder anfängt zu bewegen ist es 6 Uhr und ich drehe mich einfach noch mal in meiner Koje um und werde wenig später vom heftigen Treiben auf dem Gang munter. Es wird Frühstück verkauft. Da wir uns immer noch nicht an Suppe mit teils unbekanntem Fleisch und Fisch am Morgen gewöhnt haben, schwenken wir lieber zum Continental Frühstück über. Irgendwie erfahren wir eine Ankunftszeit, vor 18Uhr werden wir auf keinen Fall in Bangkok sein. Wir ergeben uns, wie alle Anderen auch, unserem Schicksal und beschließen, erst weiter zu planen und zu buchen, wenn wir wirklich da sind.
    Alle anderen Züge, egal ob Nord-Süd oder wie wir Süd-Nordverbindung erleiden natürlich das gleiche Schicksal und dementsprechend kommt es auf den zum Teil einspurigen Gleisabschnitten zu weiteren ungeplanten Stopps. Wir verbringen die Zeit mit schlafen, aus dem Fenster schauen oder mit Karten spielen. Nach einer Ewigkeit geht die Sonne am Horizont unter und wir erreichen die Stadtgrenze Bangkoks.
    Da Angkor Wat der eigentliche Aufhänger unsere Reise war, wollen wir diesen Programmpunkt auch nicht missen und entscheiden uns, lieber auf Bangkok am Ende zu verzichten und dafür mit dem Bus nach Kambodscha zu reisen. Deutlich längere Anfahrtszeit aber eben auch wesentlich günstiger. Ob und wie wir das schaffen, erfahrt ihr sicherlich im nächsten Bericht.

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