Auch wir nahmen dieses Motto durchaus ernst. Kaum im Bett stand schon wieder der nächste Programmpunkt auf der Liste. Für den Leser wahrscheinlich kaum glaubhaft, doch es ging erneut zum Shopping, diesmal im Las Vegas Outlet South. Teilweise wurden die ersten Dinge, die am Donnerstag erst gekauft wurden, schon wieder umgetauscht oder einfach nach weiteren Schnäppchen gesucht. Ich selbst hielt mich zurück und kümmerte mich stattdessen um den Blog. Irgendwann waren dann aber wirklich alle Sachen gekauft und eines der letzten Highlights unseres Trips wartete auf uns. Auf dem Stratosphere Tower haben die verrückten Amerikaner es tatsächlich geschafft, drei extreme Fahrattraktionen zu installieren.
Insanity, XScream und Big Shot heißen die Installationen die für den Kick verantwortlich waren. Insanity, ein Karussell welches zur Seite raus geschwenkt wird und anschließend ca. 300m frei über dem Boden hängt. XScream schoß uns im – 45 Grad Winkel direkt auf Las Vegas wurde aber zum Glück abgebremst. Big Shot katapultierte uns mit einer unglaublichen Geschwindigkeit bis an den höchsten Punkt der Turmspitze und fiel so gleich wieder herunter. Bei uns allen lösten diese Fahrgeschäfte ein ständiges Jauchtzen und Schreien aus. Der Adrenalinspiegel wurde ordentlich angehoben und das Lächeln im Gesicht hielt an.
Im Anschluss stoppten wir noch im World Largest Gift Store, welchen ich persönlich in den weltgrößten Ramschladen umtaufen würde. Der Besuch im Hooters danach konnte bei uns auch keine große Punktzahl auf der Empfehlungsskala erreichen, doch stand dieser Besuch auf unserer Wunschliste. Nach kurzem Aufenthalt im Hotelzimmer inklusive Vernichtung der vorhandenen Alkoholvorräte ging es für uns nochmal auf den Strip. Viele Menschen liefen dank Halloween heute verkleidet auf der Straße herum. Es waren wirklich schicke und aufwendige Kostüme dabei. Im Excalibur setzten wir uns noch einmal an den Roulettetisch und Fortuna war uns holt. Unseren Einsatz konnten wir heute verneunfachen. Wir freuten uns wie Schneekönige, leider war der Einsatz nur $3. 😀

Auf dem Weg nach Hause wurden die Straßen langsam leer und für uns endete die Nacht in der Morgendämmerung und damit unser eigentlicher Urlaub.
Nach reichlich zwei Stunden Nachtruhe klingelte der Wecker und es war Zeit unseren Boliden zurück zur Mietstation zu bringen. 1410 Meilen bzw. 2300 Kilometer haben wir in den letzten 8 Tagen ohne Zwischenfälle abgespult.
Für mich war es wieder ein gelungener Roadtrip mit vielen Abenteuern, interessanten und atemberaubenden Landschaften, ungesunden Essen, jeder Menge Spaß, tollen Leuten und prima Wetter.
Ein Dank an Christian der sich hervorragend als Reiseleiter eignet und die komplette Organisation übernommen hatte, sowie den Frauen zu Hause die uns diesen Trip ermöglicht haben.
Auf eine Wiederholung hoffend und bis zum nächsten Urlaub grüßt Euch Michi



Nach einem erlebnisreichen Tag (Outlet shopping) und einer Nacht (Themenhotels mit ihren Casinos) in der Stadt des Glücksspiel wurde es doch wieder Zeit für einen Tagesausflug in den Death Valley National Park. Der nordwestlich gelegene Nationalpark von Las Vegas hat einige Extreme aufzuweisen. Zu einem wurde hier 1913 ein Hitzerekord mit 57° Grad gemessen, zum anderen befindet sich hier mit dem Badwater Basin der niedrigste Punkt von Nordamerika. Dieser liegt 86m unter dem Meeresspiegel. Leider machte der Name, „Bad Water“ seinem Namen alle Ehre. Die Straße dahin und zum „Devils Golf Course“ war wegen Unterspülung geschlossen. Dennoch konnten wir vom benachbarten Hügel, dem sogenannten „Dantes View“ einen Blick auf den tiefsten Punkt, welcher nicht im Wasser liegt, bekommen.
Auf dem Mesquite Flat Sand Dunes konnten wir heißen und ganz feinen Sand unter unseren Füßen spüren. Ich selbst nutze die Dünen als kleinen Spielplatz, denn wo sonst hat man so einen großen Sandkasten.

… würde ich den Sonnenaufgang im Grand Canyon und Las Vegas beschreiben, doch schön der Reihe nach, liegen dazwischen doch gut 4h Autofahrt.
Mittlerweile hungrig nahmen wir die Red Line eastbound Bus zurück zur Bright Angel Lodge um uns beim zünftigen Frühstück zu stärken. Danach steuerten wir noch die Aussichtspunkte Yavapai und Mather sowie das Visitor Center an. Im letzteren konnten wir durch spektakuläre Filmaufnahmen unseren Eindruck von diesem geologischen Spektakel noch einmal intensivieren bevor wir nach Las Vegas aufbrachen.
Auf dem Weg nach Vegas kommt man unweigerlich am Hoover Dam vorbei. Ein mächtiger Staudamm um Las Vegas mit Strom und Wasser zu versorgen. Nachdenklich bewundern wir diese Ingenieurskunst da man die ursprüngliche Wasserlinie gut erkennen kann. Innerhalb von 15 Jahren haben all der Luxus, Prunk und viel zu viel Licht soviel Wasser verbraucht, dass es wohl unmöglich sein wird das Staubecken je wieder zu füllen. Ich will aber hier den erhobenen Zeigefinger nicht zu hoch heben, schließlich sind wir ja selbst auf dem Weg um uns das eigentlich Überflüssige anzuschauen und zu erleben.


Wie der gestrige Tag endete begann er. Bestens gelaunt bei super leckerem Frühstück im Best Western wurde der neue Tag geplant. Auf der Route 66, die Mutter der Straßen, werden wir die erste Hälfte des Tages verbringen und bei Williams diese verlassen um zum Grand Canyon zu gelangen.
Die Zeit verflog heute trotzdem besonders schnell. Die Pause in Seligman wurde noch einmal zum Souvenir einkaufen genutzt und im Restaurant Road Runner das Mittag eingenommen. Auf der restlichen Fahrt stieg die Anspannung und Erwartungen auf den Grand Canyon. Ich selbst war im Jahr 2000 schon einmal da, doch die Erinnerungen waren verblasst und höchste Zeit wieder aufzufrischen. Falco, heute unser Fahrer, brachte den Suburban souverän ins Quartier nach Tusayan. Der letzte Ort vor dem Grand Canyon und damit idealer Ausgangspunkt für Besucher wie wir mit wenig Zeit. Nach dem etwas chaotischen und untypisch unfreundlichen Checkin starteten wir wieder rechtzeitig um uns den Sonnenuntergang anzuschauen.










